Dienstag, 15. November 2011

56 day of Court seen in drawings. "Tell them we are also Europe..."

the judge refuses Dagawayne as witness on the fone because he would not know which Dagawayne it is.

Reading in court a notice that was in the belongings of the acused together with handys sim cards and more personnal staff, where among others things is written: Tell them we are also Europe!

Lawyers complain that the judge plays ping pong with their Motions

Two worlds...

Freitag, 11. November 2011

Ein Jahr Hamburger „Piratenprozess“: U-Haftentlassung für die minderjährigen Angeklagten!

Presse-Information
10. November 2011

Ein Jahr Hamburger „Piratenprozess“:
U-Haftentlassung für die minderjährigen Angeklagten!


BeobachterInnen des Hamburger Prozesses gegen zehn mutmaßliche Piraten fordern die zuständige Kammer des Landgerichts Hamburg erneut auf, die drei minderjährigen Somalier endlich aus der JVA Hahnöfersand zu entlassen. Zu den ProzessbegleiterInnen zählen die Gruppen kein mensch ist illegal Hamburg, die Dritte-Welt-Hafengruppe Hamburg und das Eine Welt Netzwerk Hamburg.

Der Kommissar des Europarates für Menschenrechte, Thomas Hammarberg, hat in verschiedenen Statements darauf hingewiesen, dass Minderjährigen in Haft oft Bildung verwehrt würde und sie dort Gewalt und Missbrauch ausgesetzt seien. Darüber hinaus sei es erwiesen, dass die Haft besonders auf Jugendliche negative psychologische Auswirkungen habe, die sich verschlimmerten, je länger die Haft andauere.

Seit anderthalb Jahren befinden sich zehn Somalier in Untersuchungshaft. Sie sind angeklagt, das Containerschiff Taipan im April 2010 mit Waffengewalt überfallen zu haben. Drei von ihnen sind Jugendliche und Heranwachsende. Vor fast einem Jahr, am 21. November, begann der Prozess; über 50 Verhandlungstage liegen schon hinter den Angeklagten. Anwälte haben im Prozess deutlich gemacht, dass keine Fluchtgefahr bestehe, die Mandanten Meldeauflagen erfüllen und sich dem Prozess nicht entziehen würden. Selbst eine hohe Strafe und die Aussicht auf den prekären Status Duldung würde ihre Mandanten derzeit nicht dazu bringen, nach Somalia zurückzukehren. Dort herrscht Krieg und einige Angeklagte haben den Kontakt zu ihren auf der Flucht befindlichen Familien verloren.

Auf mehr als drei bisherige Haftentlassungsanträge wurde mit dem Ältermachen der Minderjährigen und eines zur Tatzeit Strafunmündigen, mit dem Ignorieren einer somalischen Geburtsurkunde und der Verschärfung der Tatvorwürfe reagiert. Letzte Woche versuchte die Staatsanwaltschaft sogar, die Beweisaufnahme ohne Rücksicht auf die Jugendgerichtshilfe und die Vormünder abzuschließen.
Einige Anwälte wie auch kritische ProzessbeobachterInnen kritisieren – neben zahlreichen anderen Aspekten – das Messen mit zweierlei Maß: Die Jugendlichen sind, verglichen mit Gleichaltrigen aus Hamburg, außergewöhnlich lange in Untersuchungshaft. „Zudem erfolgen die im Jugendrecht vorgesehenen erzieherischen Maßnahmen nicht“, sagt Michaela Goedecke von der Gruppe kein mensch ist illegal Hamburg. Eine altersgerechte Unterbringung sei dringend erforderlich.

Die kritischen BegleiterInnen fragen sich, warum die altersgerechte Unterbringung so hartnäckig verwehrt wird. Wird – was unzulässig wäre und wissenschaftlich widerlegt ist – eine generalpräventive Wirkung erhofft oder sind die Gründe für die Ungleichbehandlung schlicht rassistisch? Oder steht unausgesprochen das Interesse Deutschlands, seine Militäroperation am Horn von Afrika zu legitimieren hinter diesem Prozess und der unverhältnismäßig langen Inhaftierung Jugendlicher?

Nächster Prozesstag ist Montag, der 14.11., um 10 Uhr.


Pressekontakt: Reimer Dohrn, Telefon 0152 08613690


 Die Englishe Version finden Sie :
www.reclaim-the-seas.blogspot.com
______________________________________
Eine Welt Netzwerk Hamburg e.V., Große Bergstraße 255, 22767 Hamburg
Telefon: 040 - 35 89 386, www.ewnw.de

Freitag, 12. August 2011

Fluchthilfe durch kritische Prozessbegleitung?

Presse-Information12. August 2011

Gericht lehnt Haftentlassung im Hamburger Piratenprozess ab!

Offenbar gehen dem Hamburger Landgericht nun endgültig die Argumente aus: Statt die unangemessen lange Untersuchungshaft der Angeklagten aus Somalia endlich zu beenden und den Anträgen der Anwälte auf Haftentlassung zu folgen, wird auf abenteuerliche Weise eine neue Begründung für die angebliche Fluchtgefahr aus dem Hut gezaubert: Solidarische Menschen und kritische ProzessbegleiterInnen werden verleumdet. Sie würden als FluchthelferInnen für die teilweise minderjährigen Somalier bereit stehen, so die Behauptung des Gerichts!
„Diejenigen Prozessbeteiligten, denen wir gerne zur Flucht verhelfen würden, sind der Richter und die Staatsanwaltschaft“ sagt Michaela Goedecke von der Gruppe kein mensch ist illegal Hamburg.

Abgesehen davon, dass das Gericht seine Quellen verschweige, die solche absurden Anschuldigungen zu belegen meinen, werde auf diese Weise der Solidaritätsbegriff und eine kritische Prozessbeobachtung diffamiert, sagen das Eine Welt Netzwerk Hamburg, kein mensch ist illegal Hamburg und die Dritte-Welt-Hafengruppe Hamburg.

Seit anderthalb Jahren befinden sich die zehn Somalier, die angeklagt sind, das Containerschiff Taipan im April 2010 mit Waffengewalt überfallen zu haben, in Haft. Am 15. August läuft der Prozess nach einer längeren Pause weiter. Auf bisherige Haftentlassungsanträge wurde mit dem Ältermachen der Minderjährigen und eines zur Tatzeit Strafunmündigen, mit dem Ignorieren einer somalischen Geburtsurkunde und der Verschärfung der Tatvorwürfe reagiert.

Einige Anwälte wie auch ProzessbeobachterInnen kritisieren – neben zahlreichen anderen Aspekten – das Messen mit zweierlei Maß: Die Jugendlichen sind, verglichen mit Gleichaltrigen aus Hamburg und selbst denjenigen, die einen Menschen auf dem Gewissen haben, außergewöhnlich lange in Untersuchungshaft. Üblich sind in Hamburg sechs Monate, zudem erfolgen die im Jugendrecht vorgesehenen erzieherischen Maßnahmen nicht.
Die jugendlichen Somalier in der Haftanstalt Hahnöfersand bitten seit langem darum, mehr als alle zwei Wochen eine Stunde Deutschunterricht zu bekommen. Weit mehr Stunden könnten ihnen und anderen Gefangenen von einer Deutschlehrerin angeboten werden. Offensichtlich sind sich aber die Justizvollzugsanstalt und das Gericht in ihrer paranoiden Solidaritätsangst einig: der unentgeltlich angebotene Deutschunterricht wird mit dem fadenscheinigen Argument der „Gleichbehandlung“ aller Gefangenen abgelehnt.

Weitere – fadenscheinige - Gründe, warum laut Gericht die Fluchtgefahr bestehen bleibe: Es gebe eine somalische Diaspora in Europa, die auch Geld nach Somalia überweisen und ein Untertauchen ermöglichen würde, außerdem würden die Angeklagten nur einen Duldungsstatus erhalten.

Andere Untersuchungshäftlinge, insbesondere aus Hamburg - die nicht von Somalia nach Deutschland verfrachtet wurden - haben hier Freunde, Geld, Familie. Und aus vielen Ländern der Erde gibt es eine Diaspora in Europa, die meisten überweisen Geld in ihre Herkunftsländer! Einige der Untersuchungshäftlinge haben auch nur einen Duldungsstatus – und werden dennoch nach einigen Monaten aus der Untersuchungshaft entlassen.

Anwälte haben im Prozess deutlich gemacht, dass keine Fluchtgefahr bestehe, die Mandanten Meldeauflagen erfüllen und sich dem Prozess nicht entziehen würden. Selbst eine hohe Strafe und die Aussicht auf den prekären Status Duldung würde ihre Mandanten derzeit nicht dazu bringen, nach Somalia zurückzukehren. Dort herrscht Hunger, Krieg und einige Angeklagte haben den Kontakt zu ihren auf der Flucht befindlichen Familien verloren.

Die kritischen ProzessbegleiterInnen, darunter die Gruppe kein mensch ist illegal Hamburg, die Dritte-Welt-Hafengruppe Hamburg und das Eine Welt Netzwerk Hamburg, werden diese hilflosen Versuche, die Angeklagten und die solidarischen Menschen gegeneinander ausspielen zu wollen, nicht zulassen. Sie fordern die Einstellung des Verfahrens, die sofortige Haftentlassung aller im Piratenprozess Angeklagten und Schluss mit der Diffamierung von kritischen ProzessbegleiterInnen.

Donnerstag, 21. April 2011

Jung Media Activists form different Countries visiting the Trial on the 20.4.

..I was so amazed to enter the court for the first time but i never knew that before someone enter the court you have to be properly search as if as you want to to travel by flight but it was ok as they are trying to protect there country.
It was really ok for me to do some follow up about this ten (10) Pirates fro Somalia, and what i learnt from the discussion today that this people have no good resources in there country and the country was so poor that why they do suck kind of act. But in the other hand, the Western Countries will come to Africa and collect all our resources and try to build up there countries whilst Africa will remain poor and no punishment will be given to them, but as soon an Africa did something the whole world will start to work on there laws that governs them so that they will punish Africa, and when someone is cut he or she will be put into prison for years without taken any decision which is not good.The Pirates face the court today and below are some informations which you can follow.
The group were captured by a Dutch marine commando and taken to Netherlands and from there they were extradited to Germany to stand trial in Hamburg. Hamburg being the city where the ship’s owner’s multi-national company is registered.
More about the background of the trials and the 10 somalien,
http://media.jogspace.net/de/2011/04/21/piraten-prozesse-in-hh/

Mittwoch, 13. April 2011

Prozess Termine bis ende August!

 18.04.11.  kein Prozess!

27.05.2011, 9.00 Uhr
 20.06.2011, 13.00 Uhr
 22.06.2011, 9.00 Uhr
- 12.07.2011, 9.00 Uhr
- 15.07.2011, 9.00 Uhr
- 15.08.2011, 9.00 Uhr
- 17.08.2011, 9.00 Uhr
- 18.08.2011, 9.00 Uhr
- 22.08.2011, 9.00 Uhr
- 23.08.2011, 9.00 Uhr
- 26.08.2011, 9.00 Uhr

Dienstag, 22. März 2011

Alle reden von Nordafrika,wir auch!

Samstag 9.4.2011, 20.15 Uhr 
Buttclub, St. Pauli Hafenstrasse 126, 20359 Hamburg

Aus dem Drehbuch:
Städtische Mythen, Nomadische Träume, Piratische Demokratie und tanzendes Klassenbewusstsein.
Geschichte und Geschichten der Piraterie, Barbaresken und Renegaten, Sklavenkassen und Türkenpässe
Das Bild des Maghreb des 17. - 19. Jahrhunderts

Gwin und Hughson, Verbotene Liebe

Feinde der Welt?! Wer ist wann,warum und wie lange ein Pirat und was sind die Anderen?
Das Verhältnisses der Europäer zu den Barbaresken zeigte,wie lang der Weg sein konnte bis Piratenstaaten zu anerkannten Staaten wurden und wie kurz, bis dieser Status aus machtpolitischen Gründen wieder zurückgenommen wurde.

Omega Zentauri vom Traum der Femministischen Piraterie

Der Renegatenadmiral Murat Reis
Über den Holländer Jan Janzoon van Haarlem,der als maroccanischer Korsar Murat Reis sogar Irland und Island überfiel und später Präsident von der Republik Sale/Rabat wurde

Die Prekäre Seite der Ökonomie

"Ist es recht,dass wir Algerier,Tunetaner und Tripolitaner Seeräuber nennen?"
Wie der Mythos der Barbareskenküste dazu beiträgt, das Mittelalterliche Bild des bedrohlichen, islamischen Glaubensfeindes bis an unsere Gegenwart heran, immer weiter am Leben zu erhalten

Wie komische Heilige wohlgefällige Städte unsicher machen

Von Amrum nach Algier und zurück
Das unglaubliche Leben des Friesischen Schiffsjungen Hark Olufs am Hofe des Bey von Constantine
Der nach seiner Rückkehr der reichste Bewohner Amrums war, Türkische Kleidung trug, stets Arabisch sprach, und den Tabakrauch durch die Nase ausstieß

Näheres bei passender Musik und kultivierten Getränken mit Frank John, Hagar Groeteke und Frederike Freifrau zu Guttenberg

Montag, 21. März 2011

Nächste Veranstaltungen 14.04. und 28.04.

 
Donnerstag, 14.04.2011, 19.00 Uhr 
Centro Sociale, Sternstr. 2
 
Die Piraten führen uns an der Nase herum (Oberst Ulrich Kirsch, Vors. d. Bundeswehrverbandes)
Wir freuen uns an diesem Abend auf die spannenden Berichte eines Piratologen vom AK Angreifbare Traditionspflege. Er wird uns einiges über das Somalia von heute, Piraten damals und heute erzählen und auch über piratische Ehrenkodizes. Wir wollen über die Tra dition der Piraterie in Ostafrika, deren Verankerung in der Gesellschaft und auch die dem zugrunde liegende Sozialstruktur sprechen.
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Donnerstag, 28.04.2011, 19.00 Uhr 
Centro Sociale, Sternstr. 2
Wir haben eine Stimme und wir werden immer lauter!
Weil es in Somalia seit 1991 keinen Staat mehr gibt, kann es in Somalia auch keine staatliche Verfolgung geben. Wo es aber keine staatliche Verfolgung gibt, gibt es keinen Fluchtgrund und ohne den keine feste Aufenthaltsbewilligung! (Bundesamt für Flüchtlinge in der Schweiz)
2007: Protestmarsch somalischer Flüchtlinge von Zürich nach Bern zu Fuß durch die winterliche Schweiz. 2010: Wochenlange Besetzung eines Parks neben dem Bundeshaus in Bern. Aneignung öffentlicher Räume um nicht länger unsichtbar und ungehört zu bleiben. Es geht um den Kampf nicht nur somalischer Flüchtlinge gegen rassistische Sondergesetze und für gesellschaft liche Teilhabe: für Perspektiven, Chancen auf Ausbildung, Beruf, und Zukunft durch eine kollek tive Regularisierung.

Mit Abdulahi Asis Mahamud Qalimow, Politologe aus Zürich.